Das Spinnen vom Wolle


Vorab, man sollte nur ausgekämmte Hundewolle spinnen, keine geschorene, da diese sehr piecksen würde.
Da Hundewolle weder extrem fettig ist wie z.B. Schafwolle und auch in der Regel nicht sehr verschmutzt, wasche ich sie erst nach dem Spinnen.

Zuerst muß man die Wolle von allem Unrat (Kletten, Stöckchen, Knoten usw.) befreien. Das stört beim Spinnen und wer will schon Kletten im Pullover?


Dann wird die Wolle mit Hilfe eines Kardiergerätes zu einem Flies gekämmt.
Das geht auch mit zwei Handkarden, ist aber sehr mühsam.
Mittlerweile gibt es auch kleine elektrische Kardiergeräte. Die Anschaffung lohnt sich, wenn man sehr viel spinnt.


Jetzt kann man mit dem Spinnen beginnen.


Man spinnt zwei Spulen Wolle (beide in die selbe Richtung gedreht) und zwirnt diese dann in die entgegengesetzte Richtung.
Man kann auch mehr Fäden zwirnen, je nachdem wofür man die Wolle verwenden möchte. Je mehr Fäden, desto fester die Wolle.


Nach dem Zwirnen, wickele ich die Wolle von der Spule um eine Stuhllehne und lasse sie dort etwas "entspannen" (damit der Drall aus der Wolle geht und sie sich streckt).

Danach binde ich sie zusammen (am besten mit breiten Bändern, ich nehme Streifen von alten Fliegengittern) nehme sie ab und wasche die Wolle mit Haarshampoo und spüle sie gründlich aus. Man kann in den letzten Spülgang etwas Essig tun, das neutralisiert vielleicht noch vorhandene Seife.


Zum Trocknen wird die Wolle auf eine Haspel gespannt. Diese ist selber gebaut. Es gibt schönere zu kaufen. Aber ihren Dienst tut sie auch.


Danach ist die Wolle fertig zum weiteren verarbeiten, sie muß nur noch auf Knäule gerollt werden.




Zurück