Kräuter kann man in vielen Varianten in der Hundeernährung einsetzen, frisch, getrocknet, eingelegt. Es gibt viele Heilkräuter die bei Beschwerden wie z.B. Arthrose Kurmässig in "größeren" Mengen gefüttert werden können, dazu ist es allerdings notwendig sich intensiever auch mit möglichen Nebenwirkungen zu befassen.

Kräuter kann man entweder in der Natur sammeln oder im eigenen Garten anbauen. Wobei oberstes Gebot ist, nur zu pflücken was man zweifelsfrei kennt. Es gibt viele Kräuter die giftige "Doppelgänger" haben. Von daher Finger weg, wen man sich unsicher ist. Es gibt viele gute Kräuterbücher, Bestimmungsbücher zu kaufen, besser ist es aber es sich von jemanden, der sich auskennt, zeigen zu lassen. Volkshochschulen und manche Apotheker bieten Kräuterwanderungen an.

Kräuter nicht an Strassen oder Feldrändern und auf gedüngten Wiesen sammel und niemals alle Kräuter an einem Standort pflücken. Wichtig ist alle Kräuter vor dem Verzehr oder Verarbeiten gründlich waschen und wieder trocknen.


Wildkräuter in Joghurt

Viele sogenannte Unkräuter sind essbar und sogar Heilpflanzen. So kann man beim "Unkrautjäten" im Garten einen leckeren und gesunden Wildkräuterjoghurt herstellen, der im übrigen nicht nur Hunden schmeckt. Dazu eignen sich im Frühjahr die jungen Blätter von z.B. Brennnesseln, Löwenzahn und auch Löwenzahnblüten (ohne Stengel), Giersch und Vogelmiere. Alles Wildkräuter die, die meisten Gärtner nicht gerne im Garten haben, die aber eigentlich in jedem vorkommen (zumindest in meinem). Dazu kann man junge Himbeerblätter, Blätter von Wilden Erdbeeren und Gänseblümchen tun. All diese Kräuter findet man natürlich auch in freier Natur.


Ich habe für zwei Hunde, zwei Hände voll gemischte Kräuter mit einem kleinen Becher Joghurt pürriert. Man sollte das gleich füttern, da die pürrierten Kräuter an der Luft schnell oxidieren.


Wildkräuterpesto - Wildkräuter in Öl

Aus den gleichen Wildkräutern kann man auch ein Pesto herstellen, in dem man die Kräuter in einem guten Öl z.B. kaltgepresstem Olivenöl pürriert.
So kann man die Kräuter auch haltbar machen. In dem man die in Öl pürrierten Kräuter in ein Schraubglas (braune Gläser sind besser aber helle gehen auch, da das Pesto ja in den dunklen Kühlschrank kommt) schichtet und versucht es fest ein zu drücken, das keine grösseren Lufteinschlüsse mehr drin sind. Dann deckt man die Kräuter mit etwa einem Zentimeter Öl ab. Das ist wichtig, damit nichts schimmeln kann (die Ränder innen sauber wischen) Das Glas nicht ganz voll machen, da die Kräuter anfangen zu gären (je nachdem wie viel Luft noch drin ist) und so das Öl rausdrücken kann. Die Kräuter werden mit der Zeit sehr fest und verfärben sich dunkel. Auch bekommt das Ganze einen leicht säuerlichen Geruch. So eingelegt halten sich die Kräuter im Kühlschrank bis zum nächsten Winter. Auf diese Weise, kann man auch im Winter Kräuter füttern.
Man muß das Glas nicht auf einmal füllen, sondern kann immer mal wieder eine Schicht Kräuter drauf tun, eben nur wichtig - andrücken und das immer reichlich Öl alles bedeckt.
Ich fütter davon im Winter etwa 1 mal die Woche, einen Teelöffel pro Hund, wenn ich es nicht vergesse.


Man kann natürlich noch viele andere Kräuter für die Rezepte verwenden, ich sammel z.B. auch Queckegras und mische das dann dazwischen. Auch kann man die Kräuter je nach gesundheitlichem Problem des eigenen Hundes zusammen stellen und für jeden Hund seine eigene Mischung herstellen.

Eine andere Möglichkeit die Kräuter haltbar zu machen, wäre es sie zu trocknen und dann im Mixer fein zu mahlen. Zum Trocknen gibt es eine eigene Seite.


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